Samstag, 9. Januar 2016

Nicht alle über einen Kamm scheren

 

Viele Menschen sind entsetzt über die Gewalt an Frauen.

Gruppen von jungen Männern haben Frauen sexuell bedrängt.

Das ging bis zur Vergewaltigung.

Am Kölner Hauptbahnhof war es besonders schlimm.

Viele Täter sind Ausländer.

Wahrscheinlich sind auch Flüchtlinge bei den Tätern.

Vernünftige Menschen sagen jetzt:

Natürlich gibt es auch unter Flüchtlingen Kriminelle.

Aber wir dürfen nicht alle über einen Kamm scheren.

 

Alles über einen Kamm scheren:

Das ist eine deutsche Rede-Wendung.

Es bedeutet:

Keinen Unterschied machen.

Die Frisöre benutzen meistens nur einen Kamm.

Den ziehen sie durchs Haar und schneiden daran ab.

Beim Scheren von Schafen ist das anders:

Man zieht die Wolle durch verschiedene Kämme.

Dann bekommt man unterschiedlich feine Wolle.

 

Unterschiede machen:

Das ist wichtig, wenn es um Menschen geht.

Wir sind alle unterschiedlich.

 

Hier erzählen Flüchtlinge im Bonner General-Anzeiger,

wie sie sich nach den Ereignissen in Köln fühlen.

Sie hoffen,

dass die Menschen in Deutschland nicht alle Flüchtlinge

über einen Kamm scheren.