Über die Wäscherinnen von Beuel

 

Die Wäscherinnen von Beuel

 

Morgen ist Weiber-Fastnacht.

Frauen in Bonn-Beuel haben

die Weiber-Fastnacht erfunden.

Das geschieht im Jahr 1824.

Zu der Zeit ist Beuel ein Dorf.

Viele Männer in Beuel arbeiten als Fischer.

Die Frauen arbeiten oft als Wäscherin.

Das ist ein sehr harter Beruf.

Die Frauen waschen die Wäsche mit der Hand.

Die heiße Seifen-Lauge ist schlecht für die Haut.

Der Wasser-Dampf ist schlecht für die Lunge.

 

Die Beueler Wäscherinnen gründen

im Jahr 1824 das Beueler Damen-Komitee.

Das tun sie am Donnerstag vor Karneval.

Sie gründen damit die erste

Karnevals-Gesellschaft für Frauen.

Vorher war Karneval eine reine Männer-Sache.

Beim Karneval kritisiert das einfache Volk

die Reichen und Mächtigen.

Nun kritisieren auch die Frauen die Männer.

Sie beschweren sich über ihre

harten Arbeits-Bedingungen.

Sie machen ihren eigenen Karneval.

Sie fordern Gleich-Berechtigung.

Dazu sagt man auch Emanzipation.

Daraus ist ein Brauch entstanden:

An Weiber-Fastnacht übernehmen

die Frauen das Rat-Haus in Beuel.

Sie übernehmen für einen Tag die Macht.

 

Hier lesen Sie mehr über die

Beueler Wäscherinnen.