Gedichte von Hafis

Gestern gab es einen Vortrag über Goethe und Hafis.

Hier können Sie etwas über diesen Vortrag lesen.

Goethe war von den Hafis-Gedichten begeistert.

 

Wollen Sie Hafis-Gedichte kennen lernen?

Hier können Sie das tun:

eine Internet-Seite mit Hafis-Gedichten in deutscher Übersetzung.

 

Hafis hat vor über 700 Jahren gelebt.

Aber seine Gedichte sprechen uns auch heute noch an.

Er schreibt über die Liebe, den Wein, die Religion, über Freundschaft, den Krieg und die Flucht.

Und über vieles mehr.

Hier einige Beispiele:

 

 

Über einen geliebten Menschen:

 

Hör' ich des Wonnevogels Flügelschläge?

Schickt Düfte mir der Wünsche Rosenflur?

Wie, oder spricht der Wind von Seiner Lippe?

Kurz, ich vernehme Wunderbares nur.

 

 

Über hochmütige Menschen:

 

Gar schmählich handelt, wer sich selbst erhebt,

Und nach dem Vorrang vor den Andern strebt;

Nimm bei dem Augensterne Unterricht:

Auf Alle blickt er, auf sich selber nicht.

 

 

Über den Umgang mit dummen Menschen (Thoren):

 

Die ganze Welt im Mörser klein zerreiben,

Mit Herzensblut auf die neun Himmel schreiben,

Und hundert Jahr' im Kerker sein, ist leichter,

Als Einen Augenblick bei Thoren bleiben.

 

 

Über das Alt-Werden:

 

Wirst du den Gram der Zeit noch lang im Herzen nähren? -

Verzichte auf die Welt und was du hast in ihr;

Ein Freund, ein Rosenbaum und Wein sei dein Begehren,

Jetzt wo des Weines Rest in Händen blinket dir.

 

 

Über Flucht und Heimat-Losigkeit

 

Wer auch nur monatlang als Fremdling irrt umher,

Der wird zum Halme bald, und wenn ein Berg er wär':

Und fand der Fremdling auch ein freundlich schirmend' Dach,

Denkt er an's Vaterland, entschlüpft ihm doch ein Ach!

 

 

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