"Beuele Wieve stonn parat!"

Heute ist Weiber-Fastnacht.

Auf Bönnsch heißt das Wieve-Fastelovend.

Viel Spaß beim Feiern - hoffentlich nicht zu stürmisch!

 

Hier noch etwas zur Geschichte:

Frauen in Bonn-Beuel haben die Weiber-Fastnacht erfunden.

Das geschieht im Jahr 1824.

Zu der Zeit ist Beuel ein Dorf.

Viele Männer in Beuel arbeiten als Fischer.

Die Frauen arbeiten oft als Wäscherin.

Das ist ein sehr harter Beruf.

Die Frauen waschen die Wäsche mit der Hand.

Die heiße Seifen-Lauge ist schlecht für die Haut.

Der Wasser-Dampf ist schlecht für die Lunge.

 

Die Beueler Wäscherinnen wehren sich.

Sie gründen die erste Karnevals-Gesellschaft für Frauen.

Vorher war Karneval eine reine Männer-Sache.

Die einfachen Leute kritisieren beim Karneval die Reichen und Mächtigen.

Nun kritisieren auch die Frauen die Männer.

Vor allem die Wäscherinnen wehren sich.

Sie beschweren sich über ihre harten Arbeits-Bedingungen.

Sie machen ihren eigenen Karneval.

Sie fordern Gleich-Berechtigung.

Dazu sagt man auch Emanzipation.

Daraus ist ein Brauch entstanden:

An Weiber-Fastnacht übernehmen die Frauen das Rat-Haus in Beuel.

Sie übernehmen für einen Tag die Macht.

 

Hier lesen Sie mehr über die Beueler Wäscherinnen.

Unten sehen Sie ein Foto von der Weiber-Fastnacht 2016.

Michael Sondermann hat es für die Stadt Bonn gemacht.

 

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